Tagesweg im Modell 2,6m

Die Erde umläuft, von innen her gezählt, als dritter Planet die Sonne in einem mittleren Abstand von 149.6 Mio. km und hat einen Durchmesser von maximal 12.756 km. Sie ist bisher noch immer der einzige Ort im gesamten Universum, wo Leben gefunden wurde. Unzählige Faktoren machen unseren Heimatplaneten zu einem scheinbar prädestinierten Ort, damit dies möglich wurde und die Menschen sich entwickeln konnten. Im Zentrum der Erde gibt es höchstwahrscheinlich einen Nickel- Eisenkern, der mit ca. 7000°C heißer als die Sonnenoberfläche ist. Den Kern umgibt ein flüssiger Mantel, auf dem schließlich die einige 10 km dicke Erdkruste mit den Ozeanen und Kontinenten driftet. Die für Menschen lebenswichtige Atmosphäre besteht zu ca. 79% aus Stickstoff, zu 20% aus Sauerstoff und zu 1% aus anderen Gasen, wie Kohlendioxid.
Die Bewegung der Erde im Weltraum lässt sich durch das Zusammenwirken von mehreren Komponenten beschreiben: 
1. Die Rotation um die eigene Achse; sie dauert einen Tag. 
2. Die Bahn um die Sonne; für einen Umlauf braucht die Erde ein Jahr. 
3. Die Kreiselbewegung der Erdachse; die volle Periode dieser Bewegung dauert ungefähr 25.800 Jahre , bzw. ein Platonisches Jahr. Der nördliche Himmelspol, auf den die Erdachse gerichtet ist, beschreibt dabei um einen Punkt im Sternbild Drache (den N-Pol der Ekliptik) einen Kreis.  Dies bewirkt, dass sich die Sternbilder des Tierkreises, in denen die Sonne zu einer bestimmten Jahreszeit steht, langsam verschieben. Das dadurch verursachte Fortschreiten der Punkte am Tierkreis, an denen die Sonne bei der Tag- und Nachtgleiche steht, wird Präzession genannt. Ursache dafür ist die Schräglage der Erdachse zur Normalen auf die Ekliptik (Erdbahnebene), die Schiefe der Erdachse. Wegen ihr bescheint im Jahreslauf die Sonne abwechselnd einmal stärker die Nord- oder Südhalbkugel der Erde, wodurch die Jahreszeiten entstehen. Die Schiefe nahm von 24.25° in den letzten 10.000 Jahren auf 23.45° ab.
4. Gemeinsam mit dem Sonnensystem umkreist die Erde das Zentrum der Milchstraße in einer Dauer von etwa 250 Mio. Jahren. Sie ist unsere Galaxie, ein Spiralnebel mit Milliarden von „Nachbarsonnen“. Sie bilden das nächtliche Himmelsgewölbe, das wir mit freiem Auge erkennen.

Im alten Weltbild gehörte die Erde nicht zu den Planeten. Man nahm an, dass sie im Zentrum steht und alle Himmelskörper um sie kreisen.  Die Kugelform der Erde dürfte dennoch schon sehr lange bekannt gewesen sein. Nachweislich wurde ihr Umfang von Eratosthenes von Cyrene schon vor mehr als 2200 Jahren berechnet. Der Grieche Aristarchos war der Erste, der sich die Sonne im Zentrum der Planetenbewegungen vorstellte. Diese Idee geriet aber wieder in Vergessenheit, da sie im Widerspruch zur gängigen Lehrmeinung stand. Das heliozentrische Weltbild wurde erst im ausgehenden 16. Jh. wieder aufgegriffen; Nicolaus Kopernikus, Galileo Galilei und Simon Marius waren die ersten Vertreter. Giordano Bruno musste noch auf dem Scheiterhaufen sterben, da er nicht bereit war, zu widerrufen, dass die Sonne, und nicht die Erde im Zentrum stehe. Johannes Kepler formulierte schließlich die berühmten drei Gesetze, mit denen sich die Bewegungen der Planeten beschreiben lassen.
Im griechisch - römischen Mythos entstand die Erde, Gaia/Terra aus dem Chaos. Sie brachte aus sich unter anderem den Himmel (Uranos/Coelus) hervor, der mit  ihr die Titanen der Urzeit (z.B. Kronos/Saturn), die drei Urkyklopen sowie die hundertarmigen Riesen zeugte. Gaia schenkte der Göttermutter Hera/Juno zur Hochzeit mit Zeus/Jupiter einen Baum am Rand der Welt, dessen goldene Äpfel ewige Jugend bescheren. Auch Demeter/Ceres, eines der sechs Kinder von Kronos und Rhea, war eine große Erdgöttin und Schützerin der Fruchtbarkeit. Ihre Name bedeutet "Mutter Erde". Durch ihren Bruder Zeus wurde sie Mutter der Persephone/Proserpina, die sich heute noch im Sternbild Jungfrau wiederfindet. Persephone wurde von Hades/Pluto in die Unterwelt entführt. In der Folge musste sie ein halbes Jahr als Göttin der Unterwelt bei Hades verweilen, das andere halbe Jahr durfte sie bei ihrer Mutter Demeter verbringen.
Im christlich- jüdischen Mythos entstand die Erde am ersten der sieben Schöpfungstage.