Im gesamten Sonnensystem befinden sich hunderttausende unregelmäßig geformte Brocken, von Felsblock- bis Gebirgsgröße, die sich hauptsächlich in der Ekliptikebene zwischen den Planeten Mars und Jupiter bewegen. Der größte der sogenannten Asteroiden, von denen mehrere tausend katalogisiert sind, ist Ceres, die einen Durchmesser von fast 1000km besitzt. Über 90% eines typischen Asteroiden besteht aus Silikaten, etwa 6 % aus Eisen bzw. Nickel und der Rest aus einem Gemisch dieser drei und weiterer Elemente. Diese kleinen Himmelskörper sind vermutlich aus einer Materieansammlung zwischen Mars und Jupiter entstanden, wobei sich jedoch kein einzelner Planet formen konnte, da die Wechselwirkung mit dem Gravitationsfeld des Gasriesen Jupiter dies verhinderte. Ihre Bahnverteilung zeigt auch radiale Lücken und Häufungen, die durch Resonanzen mit der Jupiterbahn entstanden sind. Kollidieren Asterioden mit der Erde, erzeugen  sie je nach Größe, Geschwindigkeit und Zusammensetzung sehr helle Sternschnuppen (Boliden), die in der Atmosphäre verglühen, oder Meteorite, die die Erdoberfläche erreichen. In der Regel schaffen es nur große Brocken, bis zum Boden durchzudringen. Zusätzlich dringen täglich Tonnen von noch ganz winzigen Teilchen - die meisten in Form von mikroskopischem Staub - in unsere Atmosphäre ein, wobei auch von diesen zumindest die größeren vollständig verglühen und dabei Meteore (=Sternschnuppen) produzieren. Impakte von Asteroiden finden sich jedoch in der Erdoberfläche: Man kennt derzeit etwa 150 Krater, die vermutlich von Asteroiden stammen. Der Einschlag eines 10 - 20 km großen Asteroiden auf der mexikanischen Halbinsel vor etwa 65 Mio. Jahren, der den 170 km großen Chicxulub - Krater erzeugte, hat wahrscheinlich zum Aussterben der Dinosaurier geführt. Ein derartig großer Impakt passiert statistisch wahrscheinlich nur ungefähr alle 100 Mio. Jahre. Vor etwa 49.000 Jahren entstand der ca. 1 km breite Barringer- Meteor- Krater in Arizona/USA. Im vorigen Jahrhundert gab es einen Einschlag, wie er statistisch viermal pro Jahrtausend erfolgen könnte: Am 30. Juni 1908 kam es zur Kollision eines Steinmeteoriten über dem Tunguska-Gebiet in Sibirien. Der etwa 100  Meter große Himmelskörper explodierte in der Luft bereits in etwa 6 - 8 km Höhe und verwüstete die Umgebung im Umkreis von 30 km, wobei die Bäume in dem glücklicherweise komplett unbesiedelten Areal umgeworfen und teilweise verbrannt wurden. Weit über 1000 Asteroiden, die sich uns bis auf weniger als eine Astronomische Einheit (AE=Abstand Erde Sonne) nähern, sind bisher katalogisiert. 271 zählen zu den sogenannten Erdbahnkreuzern, also möglicherweise gefährlichen Asteroiden (PHAs), wobei allerdings in den nächsten 20 Jahren von keinem Gefahr droht. Wegen ihrer durch die Störungen der Planeten bedingten teilweise chaotisch verlaufenden Bahnen ist eine längere Prognose jedoch nur schwer möglich. Eine durch Asteroideneinschlag drohende Gefahr schon im Weltraum durch eine atomare Explosion abzuwenden wird ernsthaft erwogen. Die jüngsten Erkenntnisse wurden durch die Raumsonden Galileio und NEAR, die auf einem Kleinplaneten Eros gelandet ist, gewonnen. Die nächsten geplanten Missionen sind die japanische Sonde Muses-C (2002), die Proben vom Asteroiden Nereus zurück auf die Erde bringen soll, und die ESA/NASA- Sonde Rosetta.

Meteoriten fanden von jeher auch religiöse Verehrung. So ist ein in Silber gefasster Meteorit, der "Schwarze Stein", in einer Ecke der Kaaba von Mekka, dem größten Heiligtums des Islam, aufgestellt. Jeder gläubige Mohammedaner  soll es einmal im Leben bei einer Wallfahrt, der sogenannten Hadsch besuchen.  In der Verteilung der Asteroidenbahnen ist der sogenannte "Goldene Schnitt" zu erkennen, der schon in der Antike bekannt war. Dinge, die sich "im Goldenen Schnitt" befinden, erscheinen unserem Auge als perfekt und wohlgeformt. Der Goldene Schnitt findet sich unter anderem bei Pflanzen, Mineralien, Himmelskörpern, in der Musik und der Baukunst. Ein dem Asteroidengürtel ähnliches Phänomen sind die zahllosen Staubpartikel, die den Raum der Hauptebene des Planetensystems innerhalb der Erdbahn füllen. Durch Streuung und Reflexion des Gegenlichts der Sonne an diesen feinen Staubteilchen entsteht das Zodiakallicht. Wenn der Himmel nicht durch von Menschen verursachtes irdisches Streulicht "verschmutzt" ist, wird es in smogfreier Luft und bei mondlosem klarem Nachthimmel mit freiem Auge sichtbar. Vor der Morgen- bzw. nach der Abenddämmerung erscheint ein zart schimmernder weißer Schleier, wo die Ekliptik den Horizont trifft. Besonders in Äquatornähe zeigt sich bei trockener Luft das Zodiakallicht längs der Sternbilder der Ekliptik als schräge Lichtpyramide. Es gibt Vermutungen, das Zodiakallicht habe auch beim "Stern von Bethlehem" eine Rolle gespielt, dessen astronomischer Inhalt nach heutiger Meinung eine Dreifachbegegnung der Planeten Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr. war.

Der Barringer-Krater in Arizona/USA
Bild: Der Barringer-Krater in Arizona/USA.