Ein kurze Einführung zu CEP

(Zählung der Tage bis zur äquinoktialen Planetenansammlung)


Die Geschichte der Zeitrechnung zeigt deutlich, dass sich die Menschen am Lauf der Himmelkörper zeitlich orientierten und dies in Kosmologie, Mythen und sogar auch in Jahreszählungen Niederschlag fand.

Als ein  Beispiel sei Platos aus Timaios  zitiert:
...Solche Absicht und Erwägung Gottes lag der Entstehung der Zeit zugrunde: auf dass die Zeit entstünde, wurden Sonne, Mond und die fünf Sterne geschaffen, welche den Namen der Wandelsterne tragen, zur Unterscheidung und Bewahrung der Zeitmaße...
...Es ist jedoch nichtsdestoweniger möglich, zu beobachten, daß die vollständige Seitenzahl auch das vollständige große Jahr voll macht, dann, wenn die gegenseitigen Geschwindigkeiten aller acht Umläufe zugleich beendigt zu ihrem Ausgangspunkte zurückkehren, sofern man sie nach dem Kreise des Selbigen und sich gleichartig Bewegenden misst.

Aus dieser Vorstellung entwickelte sich die Lehre des "Großen Jahres", wie es Cicero im Traum des Scipio so beschrieb:
...Die Menschen messen nämlich gewöhnlich ein Jahr nur nach der Rückkehr der Sonne, also eines einzigen Sterns; wenn aber alle Sterne zum selben Punkt, von dem sie einmal aufbrachen, zurückkehren und die gleiche Figur des Gesamthimmels in langen Intervallen wiederholen, dann kann dies wahrlich ein "wendendes Jahr" genannt werden.

Anfang und Ende Welt stellte man sich so vor, dass die sieben bekannten Wandelsterne, also Sonne, Mond und die fünf in der Antike bekannten Planeten am selben Himmelsort stehen. Von der Erde aus betrachtet stehen diese Himmelkörper hintereinander in einer Reihe, wie an einer Perlenkette aufgefädelt.

In mehreren großen Kulturen weltweit finden sich davon Beispiele:


3761BCE
Die Datierung der Schöpfung nach Jüdischer Tradition und die Stellung der Planeten zur HerbstagundNachtgleiche des Jahres 3761 BC.
Erstmals erwähnt im jüdischen Jahr 3600 in Seder Olam Rabbah durch Rabbi Jose Halafta um 160 AD.



3102BCE
Der Beginn des indischen Zeitalters Kali Yuga.
Zu Beginn des 6. Jh. dadierte Arybhata von Kusumpara das Kali Yuga auf den 17. Feb. 3102 BC,
zum Zeitpunkt, wo eine enge Ansammlung der Planeten stattfand.
Auf dasselbe Jahr 3102 BC dadierte im 9. Jh der persische Mathematiker, Astronom und Astrologe Abu Ma'schar (Albumasar) die Flut




1953BCE
Eine enge Planetenstellung im März 1953 BC markiert den Beginn der chinesichen Zhuanxu Dynastie.



2000
Am 5. Mai 2000 trat eine enge Planetenansammlung ein.
Sie markierte das angepeilte Ende der Welt auf Grund der Festlegung von Anno Domini durch Dionysius Exiguus im 6. Jh.
Er legte gezielt das Datum von Christi Inkarnation 2000 Jahre vor die vorausberechnete Planetenansammlung.




Nun kommt die spannende Frage:

Wann tritt das nächste mal so eine Ansammlung aller klassichen in der Antike bekannten Planeten ein?


2675

Genau zum Frühlingsäquinotium, am 20. März 2675
stehen alle Planeten bis zum Saturn wieder in einer Reihe,
doch diesmal sind sogar Uranus und Neptun nahe.
CEP zählt die Tage bis zu diesem kosmischen Ereignis.

Die Positionen der Himmelskörper-Modelle am Planetenweg "Himmel auf Erden" entsprechen dieser Planeten-Stellung.
(Wann je wieder so eine Planetenansammlung genau zur Frühlingstagundnachtgleiche auftritt,
ist nicht berechenbar!)

Das heutige CEP Datum ist: 



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CEP-240.330